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Irrtümer über Hunde
Jeder kennt die Situation: Hundehalter unter sich sind am Fachsimpeln. Da werden oft die haarsträubensten Theorien über Hunde und Hundehaltung vertreten.
Einiges haben wir hier gesammelt.

Hundeerziehung muss streng und autoritär sein
Falsch. Hundeerziehung muss souverän und konsequent sein. Festgelegte Rangordnung, Bindung zum Hundeführer, Vertrauen sind wichtige Stichworte. Richtiges Timing für Lob und Tadel führt zum Erfolg.

Ein großer Garten ist wichtig für den Hund
Ein Garten ist hilfreich, gerade für einen Welpen der oft nach draußen muss. Auch später, wenn der Hund mal Durchfall hat, ist es einfacher, die Gartentür zu öffnen, als noch vom 10. Stock mit dem Fahrstuhl nach unten zu müssen. Als Ersatz für Auslauf und Beschäftigung dient ein Garten nicht. Ein Hund ist ein Rudeltier, - den ganzen Tag alleine im noch so großen Garten ist nicht artgerecht, wenn die Zuwendung durch den Menschen fehlt. Im Umkehrschluss bedeutet dies: auch ohne Garten kann man seinem Hund alles bieten, was er braucht.

Hündinnen vertragen sich nicht untereinander
Gut sozialisierte Hunde vertragen sich im allgemeinen mit Artgenossen, egal welchen Geschlechts.

Rohes Fleisch macht aggressiv
Nein. Unsere eigene Erfahrung zeigt, dass rohes Fleisch ein Teil der artgerechten Ernährung sein kann, aber Verhaltensänderungen konnten wir nicht beobachten.

Mischlinge sind gesünder als Rassehunde
Nicht unbedingt. Auch Mischlinge sind das Produkt ihrer Eltern. Das gilt für Erbkrankheiten, die weitergegeben werden können, ebenso wie für Verhaltensanlagen.

Der Welpe muss noch nicht erzogen werden
Auch wenn das Hündchen noch so süß ist, - Grunderziehung beginnt vom ersten Tag an. Spielerisch, kein Abspulen von Übungen, sondern Einhalten von Spielregeln, die im Zusammenleben von Mensch und Hund auch später gelten sollten. Der Welpe sollte mit Namen gerufen werden, erstes Vertrautmachen mit "hier".

Hundeschulen sind dazu da, dass der Hund etwas lernt
Hundeschulen sollten in erster Linie dem Hundehalter vermitteln, wie er mit seinem Hund umzugehen hat und wie er seinem Hund die nötige Erziehung vermitteln kann. Es nützt nichts, wenn der Hund auf dem Hundeplatz unter Aufsicht des Ausbilders Kommandos perfekt beherrscht, im Alltag aber auf seinen Menschen nach wie vor nicht hört.

Hunde und Katzen vertragen sich nicht
Hunde und Katzen haben eine andere Körpersprache, die großteils völlig Gegensätzliches ausdrückt. Der Hund zum Beispiel wedelt freundlich mit dem Schwanz, bei der Katze ist dann Vorsicht geboten. Erstaunlicherweise lernen die Tiere im Allgemeinen aber rasch, was sie voneinander zu halten haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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