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Über uns ... und wie wir auf den Hund kamen.

Wir, das sind Ute, Kunsthistorikerin und Autorin und Ronald, Kommunikations-Designer.
Seit vielen Jahren gehört nun Golden Retriever Hündin Kira zu unserer Familie. Dass wir einen Hund haben wollten, stand für uns schon lange fest. Als es die Lebensumstände erlaubten, setzten wir unseren Wunsch in die Tat um.

Warum ein Golden Retriever? Damals überzeugten uns die Rassebeschreibungen: leicht zu führen, bereit mit dem Menschen zusammen zu arbeiten und viel "will to please", also die Neigung, zu gefallen.

Außerdem entsprach der Golden Retriever rein äußerlich genau den Vorstellungen, die wir von unserem Traumhund hatten. Unser Hund war als sogenannter Familienhund geplant, ohne Ambitionen für Ausstellungen, Hundesport  oder sonstige weiterführende Ausbildung in einem Hundeverein.
Unser Hund sollte ein Begleiter in allen Lebenslagen sein, ein Familienmitglied, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Als schließlich Kira im Alter von neun Wochen bei uns einzog, änderte sich unser Leben in vorher nicht absehbarer Weise. Tagesablauf, Freizeitverhalten und Urlaubsplanung sind auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt, das ist klar, aber es änderte sich noch mehr.

Unsere erste Erkenntnis war, dass mit Kira eine kleine Persönlichkeit bei uns eingezogen war, die "will to please" hin oder her, sehr wohl versuchte, ihre eigenen Vorstellungen stur und dickköpfig durchzusetzten. Ihre Erziehung bedurfte viel Konsequenz und Fingerspitzengefühl.

Unsere nächste Erkenntnis war, dass auch ein Retriever, trotz viel versprechender Rassebeschreibung ein Hund ist, der Führung und Erziehung braucht, um sich entfalten zu können.
Auch ein Retriever muss lernen, was er tun und lassen soll, was gewünscht, und was verboten ist.
Sich einen Retriever zuzulegen, weil "das so liebe Hunde sind, die man nicht erziehen muss", ist purer Unsinn. Die positiven Eigenschaften des Retrievers, der Wille zu Gefallen, erleichtert möglicherweise die Erziehung, weil der Hund gerne und schnell lernt, und sich freut, wenn er für richtiges Verhalten gelobt wird.
Wie folgsam der Hund schließlich wird, liegt ganz alleine am Menschen.

Und schließlich stellten wir fest, dass auch ein Familienhund artgerechte Beschäftigung braucht, um zufrieden und ausgeglichen zu sein.
Natürlich ist nicht jeder, der einen Hund bei sich aufnimmt, bereit oder in der Lage, in einen Verein einzutreten, Hundesport auszuüben, seinen Hund weiterführend auszubilden oder mit dem Hund, je nach Veranlagung, zu arbeiten.

Andererseits darf auch der reine Familienhund weder geistig noch körperlich verkümmern, und auch da liegt es am Menschen, die Welt gemeinsam mit dem Hund neu zu entdecken, mit ihm zu spielen und zu üben, ihn zu fordern und zu fördern. Den Hund dreimal am Tag an der Leine durch den Park ziehen reicht auch für einen reinen Familienhund nicht aus.

Ein Hund, der beschäftigt wird, ist ein zufriedener Hund, der seine Energie nicht darauf verschwenden muss, allerlei Unsinn zu machen. Oder anders herum: wer einen braven, gut erzogenen Begleiter auf vier Pfoten möchte, muss dafür sorgen, dass Selbiger nicht nur einigermaßen alltagstauglich erzogen, sondern auch ausgeglichen ist.

Zurück zu uns und Kira.
Der Golden Retriever ist ein Jagdhund, dazu gezüchtet, vom Jäger geschossenes Niederwild zu finden und zu apportieren. Retriever werden tatsächlich auch heute jagdlich geführt, und all die positiven Eigenschaften dieser Hunde dienten ursprünglich ihrem Arbeitseinsatz bei der Jagd.

Die gleichen Fähigkeiten machen sie aber zu guten Begleithunden, doch ihre ursprünglichen Fähigkeiten wollen dennoch gefördert werden und sie bieten eine hervorragende Möglichkeit, einen Retriever auch just vor fun zu beschäftigen. So gehören bei uns Apportieren und Suchspiele zum festen Programm. Für Kira gibt es nichts Schöneres.

Anfang 2007 kam Ivy zu uns.
Ein Energiebündel, dass uns und unseren Althund so richtig auf Trab hält, aber auch Einiges von Kira abschaut. Ivy ist ein immer fröhliches Hundemädchen, das schnell lernt, aber auch viel Beschäftigung einfordert. Sie ist ein völlig anderer Typ als Kira und es ist spannend, die beiden miteinander zu beobachten. Ivy lernt viel und Kira gibt viel. Wir hoffen, dass wir unsere "Alte" noch lange bei uns haben.

Es lohnt sich immer, sich gemeinsam mit seinem Hund zu beschäftigen. Man lernt dabei viel: über Hunde und ihr Verhalten, aber noch viel mehr über sich selbst.
Entwickeln Sie Fantasie und bleiben Sie neugierig. Dann lohnt es sich, auf den Hund zu kommen.

 


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