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Willkommen bei fun-for-dogs!

Hier finden Sie Amüsantes und Interessantes, Tipps und Tricks, um den Hund besser zu verstehen und Hilfreiches für den Alltag mit Hund. Wir wollen auf unserer Seite zeigen, dass das Leben mit Hund eine Menge Spaß machen kann, vorausgesetzt man nimmt die Verantwortung, die man als Hundehalter für das Tier übernommen hat ernst. Einen Hund hat man nicht nebenbei, ein Hund ist über viele Jahre Bestandteil des Lebens. Ein Hund ist immer präsent, immer fordernd.

Wer vor hat, sich einen Hund zuzulegen, findet Denkanstöße und für Hundeanfänger gibt es Anregungen zum freundschaftlichen Umgang mit ihrem neuen Familienmitglied auf vier Pfoten.

Egal ob es um Lernen, Spielen oder Urlaub geht: Hier finden Sie Ideen und Anregungen für sich und ihren Hund.

Viel Spaß bei fun-for-dogs!



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Wir wünschen allen einen wunderschönen Sommer!

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Hier etwas zur Beruhigung: Sleeping Paige

Etwas für Vegetarier: Ivy unser Allesfresser

Ivy, Paige und Paul

Huhu!

Schön zuhören!



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Über uns ... und wie wir auf den Hund kamen.

Wir, das sind Ute, Kunsthistorikerin und Autorin und Ronald, Kommunikations-Designer. Viele Jahre gehörte Golden Retriever Hündin Kira zu unserer Familie, dann kam Ivy dazu, und nach Kiras Tod schließlich Paige.

Warum ein Golden Retriever? Anfangs überzeugten uns die Rassebeschreibungen: leicht zu führen, bereit mit dem Menschen zusammen zu arbeiten und viel "will to please", also die Neigung, zu gefallen.

Außerdem entsprach der Golden Retriever rein äußerlich genau den Vorstellungen, die wir von unserem Traumhund hatten. Unser Hund war als sogenannter Familienhund geplant, ohne Ambitionen für Ausstellungen oder Prüfungen.
Unser Hund sollte ein Begleiter in allen Lebenslagen sein, ein Familienmitglied, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Als schließlich Kira im Alter von neun Wochen bei uns einzog, änderte sich unser Leben in vorher nicht absehbarer Weise. Tagesablauf, Freizeitverhalten und Urlaubsplanung sind auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt, das ist klar, aber es änderte sich noch mehr.

Unsere erste Erkenntnis war, dass mit Kira eine kleine Persönlichkeit bei uns eingezogen war, die "will to please" hin oder her, sehr wohl versuchte, ihre eigenen Vorstellungen stur und dickköpfig durchzusetzten. Ihre Erziehung bedurfte viel Konsequenz und Fingerspitzengefühl.

Unsere nächste Erkenntnis war, dass auch ein Retriever, trotz viel versprechender Rassebeschreibung ein Hund ist, der Führung und Erziehung braucht, um sich entfalten zu können. Auch ein Retriever muss lernen, was er tun und lassen soll, was gewünscht, und was verboten ist.
Sich einen Retriever zuzulegen, weil "das so liebe Hunde sind, die man nicht erziehen muss", ist purer Unsinn. Die positiven Eigenschaften des Retrievers, der Wille zu Gefallen, erleichtert möglicherweise die Erziehung, weil der Hund gerne und schnell lernt, und sich freut, wenn er für richtiges Verhalten gelobt wird.
Wie folgsam der Hund schließlich wird, liegt ganz alleine am Menschen.

Und schließlich stellten wir fest, dass auch ein Familienhund artgerechte Beschäftigung braucht, um zufrieden und ausgeglichen zu sein. Auch der reine Familienhund weder geistig noch körperlich verkümmern, und da liegt es am Menschen, die Welt gemeinsam mit dem Hund neu zu entdecken, mit ihm zu spielen und zu üben, ihn zu fordern und zu fördern. Ein Hund, der beschäftigt wird, ist ein zufriedener Hund, der seine Energie nicht darauf verschwenden muss, allerlei Unsinn zu machen.

Zurück zu uns und Kira.
Der Golden Retriever ist ein Jagdhund, dazu gezüchtet, vom Jäger geschossenes Niederwild zu finden und zu apportieren. Retriever werden tatsächlich auch heute jagdlich geführt, und all die positiven Eigenschaften dieser Hunde dienten ursprünglich ihrem Arbeitseinsatz bei der Jagd.

Die gleichen Fähigkeiten machen sie aber zu guten Begleithunden, doch ihre ursprünglichen Fähigkeiten wollen dennoch gefördert werden und sie bieten eine hervorragende Möglichkeit, einen Retriever auch just vor fun zu beschäftigen. So gehören bei uns Apportieren und Suchspiele zum festen Programm.

Nach unserem Umzug nach Spielberg beschlossen wir, uns einen zweiten Hund zuzulegen. Kira war mittlerweile zehn, und wir dachten, etwas Trubel könne ihr nicht schaden...

Anfang 2007 zog Ivy bei uns ein.
Ein Energiebündel, das uns und unseren Althund so richtig auf Trab hielt, aber auch Vieles von Kira abschaute. Ivy war ein immer fröhliches Hundemädchen, das schnell lernte, aber auch viel Beschäftigung einforderte. Sie ist ein völlig anderer Typ als Kira und es war spannend, die beiden miteinander zu beobachten. Ivy lernte viel und Kira gab viel.
Zusammen waren sie ein Dreamteam, obwohl sie doch so unterschiedlich in Temperament und Charakter waren.

M
ittlerweile ist Ivy erwachsen und unsere "Große".
Kira hat uns im Juli 2011 im Alter von 14 Jahren für immer verlassen. Ich kann nicht sagen, dass ihr Tod überraschend kam. In ihrem Alter mussten wir damit rechnen. Zum Glück gab es keinen langen Leidensweg, sondern nur einige wenige Tage, in denen sie rasch abbaute. Diese letzten Tage allerdings waren sehr intensiv. Ich habe fast Tag und Nacht in der Nähe meines alten, kranken Hundes verbracht und gefühlt, dass es keine Besserung mehr geben würde. Am Ende wußte ich, dass der Zeitpunkt gekommen war, sie auf ihre letzte Reise zu schicken. Diese Entscheidung zu treffen, das war ein unglaubliches Gefühl. Und doch wußte ich, es war richtig. Kira schlief nach der Spritze friedlich ein. Wir haben sie begraben, zusammen mit ihrem allerersten Welpenspielzeug, einem Kauseil, das ich über 14 Jahre lang aufgehoben habe
Und danach? Wir trauerten sehr. Aber sie ist in unserem Herzen und wir denken gerne an sie. Weil wir so viele schöne Erinnerungen haben, bleibt Kira auch auf dieser Seite präsent.

Ivy durfte sich von der toten Kira verabschieden und sie war bei der Beerdigung dabei. Dennoch war sie danach wie verwandelt. Aus der lebenslustigen, unbeschwerten Ivy war über Nacht ein ernster Hund geworden, der nicht so recht wusste, wo sein Platz im Leben war. Da Kira bis zuletzt die Führungsposition unter den Hunden hatte, fehlte Ivy plötzlich das Vorbild. Sie war unsicher und verhielt sich plötzlich in vielen Situationen so wie früher Kira. Es dauerte drei Monate, bis Ivy wieder unsere fröhliche, alte Ivy war. Aber sie hatte sich verändert: So unbeschwert und ausgelassen wie früher war sie seit Kiras Tod nicht mehr. Es folgte der erste Urlaub ohne Kira, auf Fanoe, wo sie immer gerne war. Das erste Weihnachten ohne Kira. Wir vermissten sie.

Dennoch: Der Tod gehört dazu, die Trauer auch. Ich erinnere mich noch heute, wie wir Kira kennenlernten, wie sie als Welpe war, erwachsen wurde und schließlich an sie als alten Hund. Sie von Anfang bis zu ihrem Ende zu begleiten war ein großes Geschenk, für das ich sehr dankbar bin.

Wir haben entschlossen, dass Ivy kein Einzelhund bleiben soll.

Im Januar 2012 kam Paige zu uns. Genauer: Pilgrim Paige of Mallard Alley. Ivys Nichte, eine Tochter ihrer großen Schwester Harley.

Als wir damals Ivy bekamen und bei Bettina und Ed ihre Hündin Harley kennenlernten, wünschte ich mir irgendwann eine Tochter aus einem Wurf von Harley. Diese Hündin faszinierte mich. Damals war sie unermüdlich dabei, sich an der Seite ihrer Mutter Carli um die Geschwisterwelpen zu kümmern. Das tat sie mit großer Sorgfalt und Ernsthaftigkeit. Gleichzeitig ist sie, wie auch unsere beiden, eine lustige, stets zu Späßen aufgelege Hündin.

Dass es mit einem Welpen von Harley tatsächlich klappen könnte, hätte ich allerdings nicht wirklich erwartet. Nun aber, nach Kiras Tod sollte Harley ihren letzten Wurf haben. Vom Deckzeitpunkt, über die Nachricht, dass sie trächtig war, bis hin zum Geburt der Welpen fieberten wir mit. Es war dann ein großes Erlebnis, den Wurf kennenzulernen und der Entscheidungsprozess bis wir nach Wochen "unsere" Hündin ausgesucht hatten: Paige. Benannt nach ihrer Uroma. Dass wir den Namen nehmen durften, hat uns sehr gefreut. Er passt zu dieser kleinen, quirligen Krawallnudel, die nur Streiche ausheckt und unglaublich viel Spaß macht.

Mittlerweile ist Paige heran gewachsen zu einer intelligenten, lernwilligen, temperamentvollen, aber auch sehr eigensinnigen Hündin, die immer wieder versucht, alle Erziehungsbemühungen in Frage zu stellen. Da sie das sehr charmant macht, mit einem herzerweichenden Gesichtsausdruck, ist sie viel zu oft erfolgreich. Sie ist ein feines Mädchen, das anstrengend ist, aber vor allem viel Freude bringt. Sie und Ivy mögen sich sehr.
Die Hoffnung, dass Ivy Vorbildfunktion haben würde, erfüllte sich nur bedingt. Im Grunde läßt sich unsere Große nur allzu gerne zum Blödsinn machen anstiften. Anders als erwartet hält sie aber an ihrer Anführerrolle unter den Hunden fest.

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Frauchen

Herrchen

Kira, noch ganz klein

Na du!

Ivy mit Frauchen am Abholtag

Ivy mit Herrchen beim Junghundekurs

Kira und Ivy

Baby-Paige

Balgen mit Tante Ivy

Paige, ziemlich erwachsen



Unsere Hunde

Ivy  Paige  Kira -in Memoriam

Hier stellen sich unsere Hunde vor: Ivy, die "Große", Paige, unser Baby, und in guter Erinnerung: Kira, ohne die es diese Seite nicht geben würde.

The Incredible Ivory of Mallard Alley, kurz: Ivy, ist mittlerweile unsere "Alte", obwohl sie diese Rolle nach Kiras Tod nur widerwillig übernommen hat. Ivy möchte eigentlich nicht bestimmen, sondern ihr Leben genießen. Mit gutem Futter, das vor allem reichlich, gepflegten Spaziergängen, erheiternden Ballspielen, Wellnessprogramm oder wie Ivy meint: Wuzeln im Gras, im Dreck oder im Winter im Schnee. Gekrault werden und zwischen all diesen Aktivitäten genügend Schlaf. Das würde Ivy eigentlich reichen zum glücklich sein. Wäre da nicht Paige....
Paige ist ein Wirbelwind, die auch mit bald drei nur Unsinn im Kopf hat. Sie ist sehr temperamentvoll, intelligent, manchmal zu impulsiv. Was dazu führt, dass sie gelegentlich ihr Hirn abschaltet und sich treiben läßt. Eigentlich ist sie die schlauere der beide Hunde, aber das weiss sie noch nicht zu nutzen sondern orientiert sich an Ivy.
Und schließlich taucht auf der Seite unsere Kira auf, die nicht mehr lebt. Sie ist der eigentliche Grund für diese Seite und wir verbinden so viele gute Erinnerungen mit Kira, dass es uns wert ist, diese Geschichten weiterhin zu erzählen. Wir wünschen viel Spaß mit unseren Fellnasen!

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Nichte und Tante

Eingeschlafen



The Incredible Ivory of Mallard Alley "Ivy"

Ivys Steckbrief:

Offizieller Name: The Incredible Ivory of Mallard Alley. Unglaublich!
Rufname: Ivy. Ausgesprochen wie: "Ei wie" süß, nicht etwa „Iffi", wie manche Leute glauben.
Spitzname: Wichtel. War bestimmt nicht meine Idee.
Mein Geburtstag: 11.12.2006, damit ist mein Sternzeichen Schütze.
Geburtsort: Leingarten bei Ed und Bettina Marks.
Meine Eltern: Mama Carli of Mallard Alley und Papa Moorfield Morning Archibald.
Meine Menschen: Ute und Ronald Izykowski. Ich nenne sie Herrchen und Frauchen.
Mein Hund: Paige
Wohnort: Sachsenheim - Spielberg.
Meine Hobbies: Spazieren gehen, Schwimmen.
Meine größte Leidenschaft: Fressen. Sagt Frauchen, was natürlich nicht stimmt.
Meine Stärken: ich bin sehr brav und gut erzogen. Finde jedenfalls ich. Ich bin zielstrebig, jedenfalls dann, wenn sich etwas für mich lohnt. Frauchen sagt, ich mache gerne "mein Ding". Außerdem habe ich fast immer gute Laune.
Meine Schwächen: Angeblich leide ich unter selektiever Wahrnehmung, sagt Frauchen. ICH zumindest "leide" nicht darunter...
Was ich nicht mag: Autofahren und abgeduscht werden.
Lieblingsspielzeug: Meine Plüschtier- und Quietschiesammlung.
Meine Aufgaben: Ich bringe meinen Menschen bei, sich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren: eine Wiese zum hinein springen, ein schöner Bach, eine tolle Wurzel zum Zerbeissen. Das entschleunigt ungemein, finde ich.


Pilgrim Paige of Mallard Alley "Paige"

Paiges Steckbrief:

Offizieller Name: Pilgrim Paige of Mallard Alley
Rufname: Paige. Frauchen sagt auch Paigeie, also Päitschie zu mir, was ich persönlich albern finde.
Spitzname: Baby. Keine Ahnung warum.
Mein Geburtstag: 22.11.2011, mein Sternzeichen Skorpion
Geburtsort: Leingarten bei Ed und Bettina Marks.
Meine Eltern: Mama Harley (Hollywood Harley of Mallard Alley) und Papa Brian( Absolutly Bryan Golden Angels of Oberach)
Meine Menschen: Ute und Ronald Izykowski, also Herrchen und Frauchen.
Mein Hund: Tante Ivy
Wohnort: Sachsenheim - Spielberg.
Meine Hobbies: Rennen, apportieren, herumkaspern, rennen, Spuren verfolgen (nicht erwünscht!), Mauselöcher ausbuddeln (streng verboten!)
Meine größte Leidenschaft: Schmetterlinge jagen! Da geht nichts drüber!
Meine Stärken: Ich bin sportlich und unermüdlich, lerne gerne und bereitwillig. Außerdem bin ich ziemlich schlau.
Meine Schwächen: bin impulsiv und leicht ablenkbar. Dann höre ich nicht mehr, sagt Frauchen. Ich bezweifle das aber.Oft ist das, was ICH tun möchte, einfach viel interessanter als das, was Frauchen möchte.
Was ich nicht mag: Treppen und Autofahren
Lieblingsspielzeug:
Meine Kauseile und Ivy.
Meine Aufgaben: Ich sorge als Laufbegleithund dafür, dass vor allem Frauchen sich ausreichend bewegt. Dann muss ich natürlich Tante Ivy auf Trab halten und schließlich abends Herrchen ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Spielen anbieten, am besten dann, wenn er alles erledigt hat und sich auf die Couch wirft. Das ist mein Signal! Alternativ stelle ich mich aber auch als Beruhigungsmedium zur Verfügung und lasse mich kraulen. Entspannt sehr, und zwar alle Beteiligten.

Kira

Offizieller Name: Kira
Spitzname: Maus.
Geburtstag: 7.3.1998, sagte man uns.
Geburtsort: unbekannt
Eltern: unbekannt

Ich weiß es noch wie heute: Eines Tages stand für mich fest: ICH WILL EINEN HUND! Wir waren gerade in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen, die Umstände erlaubten Hundehaltung, und wir hatten geplant, uns irgendwann einen Hund zuzulegen. Ich war gerade dabei, Rasen zu sähen, als ich dachte, warum nicht jetzt? Abends teilte ich diese Gedanken meinem Mann mit, dem nichts anderes übrig blieb, als zuzustimmen. Zunächst überlegten wir, was für ein Hund es sein sollte. Ich selbst liebäugelte mit einem Westhighland Terrier, Ronald hätte gerne einen Golden Retriever gehabt. Vielleicht ein Mischling aus dem Tierheim?

Wir studierten Rasseportraits und kamen zu dem Schluss, dass es dann doch ein Retriever werden sollte. Entweder ein Golden oder aber ein Labrador Retriever.
Damals waren wir ziemlich ahnungslos. Wo bitte kauft man einen Hund? Heute ist die Sache klar: Entweder holt man ihn aus dem Tierschutz, oder aber von einem anerkannten VDH - Züchter. Letzteres vor allem, wenn man einen Rassehund möchte. Damals schauten wir in die Zeitung nach Anzeigen. Wir wurden rasch fündig. Das eine oder andere Telefonat machte sogar für uns Hundeanfänger klar: Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Wenn es zum Beispiel hieß: "habe Welpen nicht da, aber kann besorgen..."

Schließlich machten wir einen Termin zum Welpengucken mit einem Menschen gar nicht so weit entfernt von unserem Wohnort. Wir fuhren hin, wurden freundlich begrüßt. Netter Mensch, einige Westies, die herumwuselten. Wir mußten ein Stück fahren. Ein Zwinger, zwei Golden Retriever drin. Die Eltern, hieß es. Schöne Hunde, wir hatten keinen näheren Kontakt. Ein weiterer Zwinger daneben mit einem großen schwarzen Hund drin. Dann war es soweit: Ein Sohn des Mannes brachte "unseren" Welpen. Die Welpen wären in einem Stall untergebracht, sagte man, und nein, die Geschwister könnten wir jetzt nicht sehen, die würden schlafen. Damals glaubten wir jeden Mist. Egal. Dieses kleine Hundemädchen begeisterte uns durch ihre lebhafte, charmante Art so sehr, dass wie sofort zusagten, sie zu nehmen. Wir machten eine Anzahlung und sagten zu Hause weitere Termine mit anderen Züchtern ab. Wir hatten unseren Hund gefunden. Auf der Heimfahrt beschlossen wir, dass sie Kira heißen sollte. Zu Hause wurde nun alles hundegerecht gemacht.

Zwei Wochen später wollten wir unseren Welpen holen. Aber da hieß es, die Hündchen hätten das Impfen nicht vertragen und wären krank. Wir mussten warten.
Der Abholtag. Was waren wir nervös! Uns wurde ein vollgefressener Welpe mit rundem Bäuchlein präsentiert. Damit sie auf der Heimfahrt ruhig ist, hieß es. Wir bezahlten den restlichen Kaufpreis. Papiere bekamen wir nicht. Mit Papieren kostet es mehr, hieß es. Blödsinn, wie wir mittlerweile wissen.

Kira war von Anfang an schwierig. Körperlich litt sie fast zwei Jahre unter heftigen Magenproblemen. Auch ihr Verhalten war nicht wie das eines normal geprägten Welpen. Sie hatte große Probleme mit Menschen. Uns akzeptierte sie erst nach ungefähr einem Jahr. Sie hatte nie gelernt zu spielen, man musste sie immer animieren.

Wir haben hart gearbeitet, um ihr apportieren schmackhaft zu machen. Es hat funktioniert. Kira war ein sehr zuverlässiger Apportierhund, die mit großer Begeisterung arbeitete. Aber es kostete unglaublich viel Mühe und viele kleine Schritte, damit Kira ihren Weg gehen konnte. Kira fehlte als Welpe das Zusammenleben mit der Mutter, von der sie viel zu früh getrennt war. Sie konnte nicht lernen, was Hündinnen ihren Welpen beibringen. Und ihr fehlte in ihrem Stall komplett der Kontakt zu Menschen.
Tatsächlich wissen wir nicht, ob die Geschichte, die uns erzählt wurde so stimmte, ob wir wirklich die Eltern gesehen haben, ob es tatsächlich Geschwister gab...

Nach dem, was wir heute wissen, vermuten wir, dass wir einem Hundehändler aufgesessen sind, der Welpen aus Osteuropa in größerem Stil verschachert.

Bei Kira mussten wir viel Sicherheit, Vertrauen und Bindung aufbauen. Wir haben es geschafft. Manch einer wäre an Kira gescheitert. Wie es so oft bei Problemhunden geschieht, die dann im Tierheim landen, oder bei ihren Menschen bleiben, die unglücklich und überfordert mit ihren Hunden sind und gar nicht wissen, was falsch läuft.

Es ist ja so: Ein Hund aus dem Tierschutz oder dem Tierheim hat eine mehr oder weniger bekannte Vorgeschichte. Die Haltung wird vielleicht nicht immer einfach, aber man kann sich darauf einstellen, das es Auffälligkeiten geben könnte, - nicht muss!

Einen Rassehund kauft man aber niemals aus fragwürdiger Quelle, nicht auf einem Markt, nicht von unbekannten Händlern, nicht aus irgendeinem Kofferraum, auch nicht über dubiose Zeitungsannoncen, so wie wir das getan haben.

Mit großer Wahrscheinlichkeit kauft man sich auf diesem Weg einen traumatisierten Hund mit Angststörung von einem Hundehändler und Vermehrer für viel zu viel Geld.
Die Hundebabys werden zu früh von der Mutter getrennt, haben kaum Urvertrauen und von ihren Müttern nichts an wichtigen Verhaltensmustern gelernt. Oft sind diese Hunde auch körperlich so angegriffen, dass sie nach ein paar Wochen oder Monaten und hohen Tierarztkosten sterben. Da hat sich dann der vermeindlich günstige Anschaffungspreis nicht gelohnt.

Auch Mitleid ist kein guter Kaufberater. Jeder verkaufte Markt- oder Wühltischwelpe zieht die Produktion anderer Welpen nach sich und unterstützt das Elend der Mutterhündinnen, die, selbst traumatisiert, nur dazu da sind, rasch weiteres Welpenmaterial zu produzieren, das teuer verkauft werden kann. Ein hundewürdiges Leben kennen diese Hündinnen nicht, manche sicher nicht einmal Tageslicht.

Das Schicksal dieser Welpen verläuft oft leider so gut wie das von Kira, an die wir immer geglaubt und mit der wir gearbeitet haben. Und die zum Glück auch relativ gesund war, auch wenn ihre Magenprobleme uns ihr Leben lang begleiteten.

Eines sollte man immer bedenken: Wenn man überlegt, sich einen Hund zuzulegen, plant man ja, mit einem neuen Familienmitglied sein Leben für viele Jahre zu teilen. Und da sollte die Herkunft, die "Kinderstube", keine Rolle spielen? Ich meine schon. Wir machen uns heute große Gedanken über die artgerechte Aufzucht unseres Schnitzels und darum, dass die "Mütter" unseres Frühstückseis freilaufend sind. Die artgerechte Herkunft unseres (Rasse-) Hundes muss von ebenso großer Bedeutung sein. Daher gibt es, außer dem Tierheim, nur den Weg über den VDH - Züchter.

Kira ist 14 Jahre alt geworden. Sie war mein Herzhund. Trotz, oder vielleicht auch wegen ihrer zweifelhaften Herkunft: Kira und ich haben so viele Kämpfe ausgefochten, uns zusammen gerauft, Spaß gehabt, herum gezickt, geübt, herum gealbert, gearbeitet, Erfolg gehabt. Kira war ein tolles Mädchen. Aber sehr eigen. Auch im Alter. Ihre Sinne liessen nach. Sie hörte schlecht, sie sah schlecht, sie ist grau geworden. Niemand kannte mich besser als sie. Ich wünsche jedem Menschen dieses Erlebnis! Mein alter Hund! Ich genoss jeden Tag mit ihr! Kira hat mich geprägt, wie es vielleicht kein anderer geschafft hätte. Auch kein Mensch. Kira war für uns bestimmt. Das ist das Kuriose daran. Sie, der Vermehrerhund, hat uns soviel gegeben in unserem Leben! Trotzdem: Gerade weil wir wissen, wie viel wir gearbeitet haben, um Kiras Vertrauen zu gewinnen kam unser nächster Hund, Ivy, aus VDH-Zucht. Aber Kira wird immer etwas Besonderes bleiben.

I
m Juli 2011.
Wir haben Kira auf ihre letzte große Reise geschickt. Mit 14,4 Jahren schlief sie friedlich im Auto ein, nachdem der Tierarzt ihr die Spritze gesetzt hatte. Ich habe mich immer gefragt, ob ich wissen würde, wann der richtige Zeitpunkt sein würde, diese letzte Entscheidung zu treffen. Als es soweit war, wusste ich es tatsächlich. Vor einer Woche bekam Kira Durchfall und erbrach. Gleichzeitig schwächelte sie an den Hinterläufen, kam schwer hoch, lief wackelig. Der erste Verdacht beim Tierarzt war eine Infektion am Magen, die sie schwächt. Es gab eine Spritze, nach der es etwas besser ging. Außer, dass Kira Futter verweigerte. Am nächsten Morgen lief sie noch immer wackelig, sie ging nur noch zum Pinkeln raus, und das mit Mühe. Nachkontrolle beim Tierarzt, Spritze, Medikamente gegen das Lahmen, Spezialfutter. Abends versuchte sie sogar noch ein bisschen mitzumachen, als ich im Garten mit Ivy Ball spielte. Aber das war nur ein letztes Aufbäumen. Ich schlief mittlerweile mit Kira im Wohnzimmer, weil sie seit ein paar Tagen keine Treppe mehr steigen konnte und oft auch Nachts sehr unruhig war. Trotz allem hatten wir noch etwas Hoffnung, überlegten aber auch schon, was sein sein würde, wenn sich ihr Zustand verschlechterte. Überlegten, sie zu Hause einschläfern zu lassen, fragten uns, ob wir diese Entscheidung überhaupt treffen können und dürfen. Zwei Tage später - gestern - hatten wir nachmittags wieder Tierarzttermin. Die Nacht verlief unruhig, Kira war rastlos. Gleichzeitig verschlechterte sich ihr Zustand. Sie taumelte, hatte keine Kontrolle über ihre Hinterläufe. Das rechte Auge sah komisch aus, als ob auch hier keine Funktion mehr da wäre. Gesehen hat sie ohnehin nicht mehr gut. Seit Tagen fraß sie erstmals wieder etwas. Weil sie das Spezialfutter nicht mochte, gab es Huhn mit Karotte püriert und Toast. Vormittags war sie rastlos, konnte nicht liegen, stand auf, kippte um, wechselte mit Hilfe den Platz, blieb unruhig. Die Kraft verließ sie zusehends. Mittags trug ich sie zum Pinkeln in den Garten. Sie wollte sich hinhocken, konnte sich aber auch nicht mehr auf den Vorderläufen halten. Später legte ich mich neben sie, merkte aber schnell, dass das nur mein Bedürfnis nach Nähe war. Ihr war das alles so unangenehm, wenn sie gekonnt hätte, wäre sie aufgestanden und gegangen. Das habe dann ich gemacht. Kira war zeitlebens ein Hund mit viel Würde gewesen. Nicht pinkeln zu können, oder auch nur gehalten oder getragen zu werden, wäre nichts gewesen, was ihr lange gefallen hätte. Gestern mittag war ich trotzdem noch am Zweifeln, was zu tun sei. Viertel vor vier Tierarzttermin. Um drei wollte ich Kira wecken und ihr beim Aufstehen helfen. Wecken war schwer, aufstehen ging gar nicht mehr. Ich trug sie ins Auto, rief Ronald an und bereitete ihn darauf vor, dass ich Kira wohl nicht mehr lebend nach Hause bringen würde, - es sei denn, der Tierarzt weiss noch Rat. Was wir schon tagsüber vermutet hatten, bestätigte dann auch der Tierarzt: dass Kira wohl einen Schlaganfall hatte. Man könne versuchen genaueres zu diagnostizieren und zu therapieren, aber mit zweifelhaften Erfolg. Ich rief Ronald an, der kam aus dem Geschäft zum Tierarzt um sich zu verabschieden und so schlief Kira schließlich am Freitag um halb fünf friedlich ein. Es war die richtige Entscheidung, das wussten wir in diesem Moment alle, und es war der richtige Zeitpunkt unsere alte Freundin in Frieden und Würde gehen zu lassen. Wir haben sie auch nicht verbrennen lassen, sondern im Garten begraben. Seitdem ist nichts mehr so, wie es war. Kira war ein Teil unserer Familie und Teil unseres Lebens für so viele Jahre.

Wir denken mit viel Wärme und Freude an sie und möchten die guten Erinnerungen bewahren.

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Ivy als Welpe

Unterwegs auf Erkundungstour

Und hopp...

DAS ist wuzeln...

Niedlich, der Zwerg...

Nein, darf sie NICHT!

Wir singen:Schlaf Paigie schlaf....

Blumengiessen

Was bitte ist das?

Ich mach hier nur sauber ...

Kinder sind echt anstrengend...

... machen aber jeden Blödsinn mit...

Paige und Herrchen

Die kleine Kira

Hallo du!

Schnee ist toll!

Dänemark 2010

Ein Stück Weg gemeinsam

Abschiedsbild



buecher

Unsere Bücher

Ute Izykowski
Welpenwahn: Generationskonflikt auf vier Pfoten
Broschiert: 152 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (1. Juni 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3842332343
14,90 €

Golden Retrieverhündin Kira freute sich auf ein gemütliches
Leben als Hundeseniorin. Schließlich hat sie zehn ereignisreicheJahre auf dem Buckel und gemeinsam mit ihren Menschen viel erlebt. Aber es kam anders. Ihre Menschen gönnten ihr nämlich keine Ruhe sondern schleppten ES an. Klein, weiß, niedlich und eine unglaubliche Nervensäge: Ivy! Acht Wochen alt, ein Golden Retrievermädchen, das Kiras sehr beschauliches Leben gewaltig auf den Kopf stellte.

Kira meldet sich mit diesem Buch erneut zu Wort, aber nicht nur sie, denn es herrscht „Welpenwahn!“

 



Ute Izykowski
Welpenjahr: Wahre Geschichten aus dem Hundealltag
Broschiert: 164 Seiten
Verlag: Books on Demand (2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3831129509
11,80 €

Ein Buch für Hundehalter und solche die es werden wollen. Golden Retrieverwelpe Kira erzählt über ihr erstes Lebensjahr. Sie berichtet, wie sie sich in ihrem neuen Zuhause einlebt, plaudert über Alltägliches, über ihre Menschen und ihre Freunde. Der Leser nimmt Teil an ihrer Entwicklung vom Welpen zum Junghund, wird Zeuge von Anfangsschwierigkeiten in der Grunderziehung und lernt, dass Menschen manchmal ganz schön kompliziert sind, - zumindest in den Augen eines dickköpfigen Hundekindes mit eigenen Vorstellungen vom Leben. Eine wahre Geschichte, die mit viel Humor schildert, dass die meisten Hundeprobleme hausgemacht und mit etwas Verständnis für die Belange des Vierbeiners lösbar sind.

cover

 



Ute Izykowski
Lala, Schlafmütze und der kluge Hund

Lustige Geschichten zum Vorlesen und Selberlesen
Für Kinder im Grundschulalter

Taschenbuch: 76 Seiten
Verlag: Books on Demand;
Auflage: 1., Aufl. (2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833403098
7,95 €

Lala und Schlafmütze sind Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zwar gehen beide schon in die Schule, aber da enden die Gemeinsamkeiten auch. Lala ist temperamentvoll, ein wenig chaotisch und hat den Kopf voller lustiger Ideen. Schlafmütze dagegen ist ruhig und besonnen, mag malen und lesen und träumt gerne vor sich hin.

In zehn lustigen Geschichten erlebt der junge Leser mit, wie Lala und Schlafmütze Alltagssituationen meistern, spielen, die Welt entdecken, lachen, streiten und sich wieder vertragen. Immer dabei: Ihr bester Freund und Vertrauter, der kluge Hund. Er ist ein geduldiger Zuhörer und weiß auf fast jede Frage eine Antwort.

"Lala, Schlafmütze und der kluge Hund" ist für Kinder gedacht, die schon selbst lesen können, eignet sich aber auch zum Vorlesen für Jüngere. Die geschilderten Situationen entstammen dem Alltag und können von den Kindern leicht nachempfunden werden.

Die lustigen Illustrationen zu jeder Geschichte dürfen natürlich ausgemalt werden.


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Fun

Weihnachtsvorbereitungen ...

...unsere Fun-for-dogs-Models sind bereit...

 



Hundefoto. Kira und Ivy

Making of ...

 

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